Technische Überprüfung


Für Camping­freunde mit eigenem Wohnmobil steht Ihnen unser Fachper­sonal für die Überprüfung Ihrer techni­schen Gasanlage nach G 607 zur Verfügung.

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Infor­ma­tionen zum Arbeits­blatt G 607


1. Geltungs­be­reich

Diese Techni­schen Regeln gelten für die Einrichtung, Änderung, Unter­haltung und Prüfung von Flüssig­gas­an­lagen in Straßen­fahr­zeugen und Anhängern aller Art, die Wohn– und Aufent­halts­zwecken dienen sowie in Falt– und Klappan­hän­ger­fahr­zeugen, wenn deren Wände nicht aus Zeltma­terial bestehen. 1)

Anlagen zum Antrieb von Fahrzeugen fällen nicht unter den Geltungs­be­reich dieses Arbeits­blattes. Für Anlagen, die vor Erscheinen dieses Arbeits­blattes instal­liert worden sind, gilt auch für die Wieder­ho­lungs­prüfung die Ausgabe des Arbeits­blattes, die zur Zeit der Instal­lation der Anlage gültig war.

1) Für gewerblich genutzte Fahrzeuge ist die UVV-​​VBG 21 Verwendung von Flüssiggas“ zu beachten.

2. Flüssig­gas­be­hälter

2.1 Flaschen

2.1.1 Flaschen müssen der Druck­be­häl­ter­ver­ordnung entsprechen.

2.1.2 Flaschen sind in Deich­sel­kästen oder Flaschen­schränken des Fahrzeuges dicht gegenüber dem Fahrzeug– innenraum und nur von außen zugänglich aufzu­be­wahren. Unter Berück­sich­tigung des Punktes 2.1.4 dürfen Flaschen auch in vom Innenraum zugäng­lichen Flaschen­schränken oder –kästen aufge­stellt werden. Alle Flaschen müssen durch Halte­rungen unver­rückbar und fest mit dem Fahrzeug verbunden und gegen Verdrehen gesichert sein. Die Halte­rungen müssen leicht bedienbar sein. ..

2.1.3 Die Flaschen­kästen oder –schränke müssen unver­schließbare Öffnungen von mindestens 100 cm2 freiem Querschnitt haben, die in oder unmit­telbar über dem Boden zur Außenluft führen. Die Flaschen müssen aufrecht stehen und gegen Strah­lungs– und Heizungs­wärme geschützt sein. In diesen Flaschen­kästen oder –schränken dürfen sich keine elektri­schen oder andere Zündquellen befinden.

Bei außen­lie­genden oder nur von außen zugäng­lichen Flaschen­kästen oder –schränken muss eine geeignete Durch­füh­rungs­öff­nurig für eine Schlauch­leitung vorhanden sein, die den Anschluss einer außen­ste­henden Flasche ermög­licht. Werden Geräte mit Abgas­ab­führung unter Boden eingebaut, dürfen im Fahrzeug­boden keine Öffnungen vorhanden sein, durch die Abgase in das Fahrzeu­ginnere gelangen können. In diesem Falle müssen die unver­schließ­baren Öffnungen für den Flaschen­kasten unmit­telbar über dessen Boden in der Außenwand münden.

2.1.4 innerhalb von Fahrzeugen dürfen je eine Gebrauchs– und eine Vorrats­flasche bis zu je 15 kg Füllge­wicht nur in Flaschen­schränken oder –kästen, die ausschließlich hierfür vorge­sehen sind, aufge­stellt werden. Nach Druck– behäl­ter­ver­ordnung bezeichnete Camping– Flaschen“ mit einge­bautem Rückschlag­ventil dürfen innerhalb von Fahrzeugen aufge­stellt werden, wenn sie mit einem Sicher­heits­ventil ausge­rüstet sind. Flaschen können auch innerhalb von Fahrzeugen in nur von oben aus zugäng­lichen, nach außerhalb des Fahrzeuges entlüf­teten Flaschen­kästen aufge­stellt werden, die das Eindringen des Gases ins Fahrzeu­ginnere verhindern. Diese Kästen müssen am Boden eine nach außen fallende, unver­schließbare Lüftung (Leitung oder Stutzen) von mindestens 2 cm2 Fläche haben. 2)

2.1.5 Flaschen mit einem Füllge­wicht über 15 kg müssen außerhalb des Fahrzeuges so aufge­stellt werden, dass sie sich innerhalb einer Schutzzone befinden, die einen kegel­för­migen Raum darstellt, dessen Grund­fläche 100 cm Abstandsmaß als Radius haben muss. Die Kegel­spitze liegt 50 cm über dem Ventil der Flasche. Die Flaschen sind kippsicher aufzu­stellen. Innerhalb der Schutzzone dürfen sich keine gegen Gasein­tritt unge– schützte Kanal­ein­läufe, Luft– und Licht– oder Keller­schächte sowie keine Zündquellen befinden. Das Flaschen­ventil bzw. das Entnah­meventil ist gegen Witte­rungs­ein­flüsse zu schützen.

2.2 Treib­gas­tanks

2.2.1 Treib­gas­tanks müssen der Druck­be­häl­ter­ver­ordnung – TRG 380 “Treib­gas­tanks“ entsprechen.

2.2.2 Treib­gas­tanks dürfen zur Versorgung der Flüssig­gas­anlage verwendet werden, wenn das Flüssiggas aus der Gasphase des Treib­gas­tanks entnommen wird. Das Gasent­nah­meventil kann als Haupt­ab­sperr­ar­matur verwendet werden, wenn diese Armatur von außen leicht zugänglich ist. Andern­falls ist im Fahrzeu­gin­neren eine Haupt– absperr­ar­matur zu instal­lieren.

2.2.3 Die techni­schen Anfor­de­rungen der Richt­linie “Fahrzeuge mit Autogas­an­trieb“ sind sinngemäß anzuwenden.

2.2.4 Treib­gas­tanks sind so zu instal­lieren, dass alle Armaturen des Tanks von außen zugänglich sind und gegenüber dem Fahrzeu­gin­nenraum dicht sind. Im Umkreis von 50 cm um den Füllan­schluss dürfen keine Lüftungs­öff­nungen vorhanden sein.

2.2.5 Hinter dem Druck­re­gel­gerät ist ein Schnell­schluss­ventil zu instal­lieren, das verhindert, daß das Druck­re­gel­gerät mit dem Prüfdruck beauf­schlagt wird. Daran anschließend ist in die Leitung eine DVGW– anerkannte Sicher­heits– Anschluss­kupplung als Prüfan­schluss zu instal­lieren (siehe auch 5.2).

2) Die Mündungen der Lüftungs­leitung oder des Lüftungs­stutzens sind so anzuordnen oder auszu­führen, dass diese nicht verstopft worden können.

3. Druck­re­gel­gerät, Sicher­heits­ventil, Schlauch­an­schlüsse und Absperrein­rich­tungen

3.1 Druck­re­gel­gerät

3.1.1 Die Anlage vom Druck­re­gel­gerät bis einschließlich der Verbrauchs­geräte muss für einen Betriebs­druck von entweder nur 50 mbar oder nur 30 mbar ausge­führt sein. Ein Hinweis­schild mit dem dauer­haften, gut lesbaren Hinweis entweder „Betriebs­druck 50 mbar“ oder “ Betriebs­druck 30 mbar“ ist am Aufstel­lungsort der Gasflasche (z. B. an der Flaschen­schranktür) gut sichtbar anzubringen. Für ein Fahrzeug ist nur ein einheit­licher An– schluss­druck von entweder ausschließlich 50 mbar oder ausschließlich 30 mbar zulässig. An den Flüssig­gas­be­hälter ist ein unver­stell­bares Druck­re­gel­gerät nach DIN 4811 Teil 7 bzw. nach DVGW-​​VP 306 geprüftes Druck­re­gel­gerät anzuschließen.

3.1.2 Das Druck­re­gel­gerät ist im Flaschen­kasten bzw. –schrank oder am Treib­gastank zu instal­lieren.

3.2 Sicher­heits­ventil

3.2.1 Um einen unzuläs­sigen Druck­an­stieg in der Verbrauchs­anlage zu vermeiden, muss in der Zuleitung ein Sicher­heits­ventil vorhanden sein, das bei Ansteigen des Druckes zwischen 100 mbar und 120 mbar öffnet und abbläst. Dieses Sicher­heits­ventil kann im Druck­re­gel­gerät integriert sein.

3.2.2 Sicher­heits­ventile sind so unter­zu­bringen, dass eventuell ausströ­mendes Gas ins Freie abgeleitet wird. Diese Anfor­derung ist durch die Lüftungs­öff­nungen der Flaschen­kästen oder –schränke sicher­ge­stellt.

3.3 Schlauch­lei­tungen

3.3.1 Die Verbindung zwischen dem Druck­re­gel­gerät der Flaschen­anlage und der Flüssig­gas­in­stal­lation ist mit einer Schlauch­leitung nach DIN 4815 Teil 2 herzu­stellen. Die Schlauch­länge darf bei Aufstellung der Flaschen in Schränken und Kästen 30 cm oder 40 cm betragen. Die Führung von Schlauch­lei­tungen durch Wände und dergleichen ist nicht zulässig.

3.3.2 Bei außen­lie­genden oder nur von außen zugäng­lichen Flaschen­schränken und –kästen darf eine Schlauch­leitung zum Anschluss einer außen­ste­henden Flasche von 80 cm oder 100 cm Länge verwendet werden (siehe auch 2.1.3). Wird eine Flasche an den Prüfan­schluss angeschlossen, ist eine Schlauch­leitung von 150 cm Länge mit einem zu der Verschluss­kupplung passenden Steck­nippel * zulässig.

3.4 Absperrein­rich­tungen

3.4.1 Jede Flüssig­gas­anlage muss eine Haupt­ab­sperrein­richtung haben, die leicht zugänglich ist.

3.4.2 Das Entnah­meventil des Behälters kann das Haupt­ab­sperr­ventil sein.

3.4.3 Jedes Gerät muss durch eine Absperreinrichtung/​Schnellschluss-​​Ventil in der Zufüh­rungs­leitung absperrbar sein.

3.4.4 Handbe­dienbare Absperrein­rich­tungen, ausge­nommen Flaschen­ventile, müssen bis zur Verab­schiedung einer entspre­chenden europäi­schen Norm DIN 4817 Teil 1 entsprechen, leicht zugänglich und die OFFEN– und GESCHLOSSENSTELLUNG leicht erkennen lassen.

3.4.5 Bei Absperreinrichtungen/​Schnellschluss-​​Ventilen, die nicht unmit­telbar vor dem Gerät angeordnet sind, muss durch eine entspre­chende Kennzeichnung die jeweilige Zugehö­rigkeit erkennbar sein.

3.4.6 Bei Aufstellung der Flaschen im Wagen­in­neren und bei Verwendung von nur einem Gerät in demselben Raum, ersetzt das Flaschen­ventil die Absperrein­richtung vor dem Gerät.

Beim Anschluss nur eines Gerätes mit geschlos­senem Verbren­nungs­kreislauf ersetzt, unabhängig von der Flaschen­auf­stellung, das Flaschen­ventil die Absperrein­richtung vor dem Gerät.

* Norm in Vorbe­reitung

4. Rohrlei­tungen und deren Verlegung

4.1 Für Rohrlei­tungen sind Rohre zu verwenden nach: DIN 2391 Teil 1 und 2 –Nahtlose Präzi­si­ons­stahl­rohre; DIN 2393 Teil 1 und 2 – Geschweißte Präzi­si­ons­stahl­rohre bis 12 mm Außen– 0 – 10 mm Mindest­wand­dicke; über 12 mm Außen– 0 – 1,5 mm Mindest­wand­dicke DIN 1786 Leitungs­rohre aus Kupfer für Kapil­lar­löt­ver­bin­dungen bis 22 mm Außen– 0 – 1,0 mm Mindest­wand­dicke; über 22 mm – 42 mm = 1,5 mm Mindest­wand­dicke.

4.2 Rohrver­bin­dungen sind bei Präzi­si­ons­stahl­rohren durch Schneid­ring­ver­schrau­bungen Reihe L 3) oder Klemm­ring­ver­bin­dungen herzu­stellen. Kupfer­rohre sind durch Hartlöten nach dem DVGW-​​Arbeitsblatt GW 2 zu verbinden. Schneid­ring­ver­schrau­bungen sind bei Kupfer­rohr­ver­bin­dungen dann zulässig, wenn Einsteck­hülsen verwendet wer den und dies vom Einrichter in der Prüfbe­schei­nigung bestätigt wird.

4.3 Rohrlei­tungen müssen so verlegt werden, dass sie durch die Fahrbe­an­spru­chung nicht beschädigt oder undicht werden können. Durch ausrei­chende Halte­rungen sind Kupfer­rohre in einem Abstand von max. 50 cm, Stahl­rohre in einem Abstand von max. 100 cm sicher zu befes­tigen. Abzwei­gungen sind vibra­ti­onsfrei zu verlegen. Die Leitungen sind an Befes­ti­gungs– und Durch­tritts­stellen durch geeignete Schutz­mittel (weiche Einlagen, Gummi­tüllen, Schott­ver­schrau­bungen) zu schützen.

4.4 Rohre sind an Stellen, an denen mit erhöhter Korrosion zu rechnen ist, insbe­sondere unter dem Fahrzeug­boden und an Durch­tritts­stellen, zusätzlich mit einem geeig­neten Korro­si­ons­schutz, z. B. Kunst­stoff­überzug, Bitumen­an­strich, zu versehen.

3) Sicher­heits­tech­nisch ist gegen die Verwendung von Schneid­ring­ver­schrau­bungen der Reihen „LL“, „S“ und SS“ nichts einzu­wenden, wenn sicher­ge­stellt ist , dass nur Teile gleicher Baureihen verwendet werden. Es dürfen nur system­gleiche Einzel­teile gepaart werden.

5. Anschluss von Geräten

5.1 Anschlüsse von Geräten innerhalb von Fahrzeugen

5.1.1 Geräte müssen mit Rohran­schluss­lei­tungen fest und spannungsfrei instal­liert und mit dem Fahrzeug fest verbunden sein.

5.1.2 Schwenkbare oder ausziehbare Kocher müssen angeschlossen sein; – mit Schlauch­lei­tungen von 30 cm oder 40 cm Länge nach DIN 4815 Teil 2 oder DIN EN 1763 Teil 1 (zur Zeit Entwurf), – mit Sicher­heits­schläuchen und – anschluss­ar­ma­turen nach DIN 3383 Teil 1, – mit DVGW– anerkannten Sicher­heits– Anschluß­kupp­lungen. Schlauch­lei­tungen müssen so angebracht sein, dass sie gegen unzulässige Erwärmung geschützt sind.

5.2 Anschlüsse für Geräte, die außerhalb des Fahrzeuges betrieben werden. Für den Anschluss von Geräten, die nur außerhalb des Fahrzeuges benutzt werden dürfen, aber von der Gasanlage des Fahrzeugs versorgt werden sollen, sind nur DVGW– anerkannte Sicherheits-​​Anschlusskupplungen zulässig (siehe auch Prüfan­schluss nach Abs. 2.2.5).

6. Geräte

6.1 Allge­meines

6.1.1 Geräte müssen den grund­le­genden Anfor­de­rungen der europäi­schen Richt­linie 90/​396/​EWG entsprechen, d. h. das CE– Zeichen tragen, speziell für Fahrzeuge geeignet und mit Zündsi­che­rungen ausge­stattet sein. Die Schließ­zeiten der Zündsi­che­rungen dürfen 60 Sekunden nicht überschreiten.

6.1.2 Bau– und Einrich­tungs­teile, die durch Geräte brand­ge­fährdet sind, müssen mit einem wirksamen Wärme­schutz versehen sein. Bei Geräten ist für eine sichere Wärme­ab­führung zu sorgen. Die Einbau­vor­schriften der Hersteller sind zu beachten.

6.2 Koch-​​, Grill– und Backein­rich­tungen

Bei Kochge­räten dürfen die Brenner­deckel nicht abnehmbar sein.Für den Betrieb von Koch-​​, Grill– und Backein– richtungen mit einem freien vorhanden seinen müssen Lüftungs­öff­nungen zur Außenluft. Querschnitt von min– destens 150 cm2 Bei Backöfen und Grill­ge­räten müssen die Abgase über eine Abgas­führung ins Freie geleitet werden. Diese Öffnungen können verschließbar sein. Die Benutzung von Koch-​​, Grill– und Backein­rich­tungen zur Heizung des Raumes ist nicht zulässig. Durch folgendes Schild ist darauf hinzu­weisen, dass während der Betriebszeit die verschließ­baren Lüftungs­öff­nungen offen sein müssen und offene Brenn­stellen nicht zur Beheizung des Raumes benutzt werden dürfen;

Achtung! Bei Benutzung von Gas– Küchen­ge­räten müssen die verschließ­baren Belüf­tungs­öff­nungen (Dachluke u.ä.) offen sein. Offene Brenn­stellen dürfen nicht zum Heizen benutzt werden.

6.3 Kühlschränke

Verbren­nungs­luft­zufuhr sowie Abgas­ab­führung sollen bei Kühlge­räten dicht gegen den Aufstel­lungsraum sein. Werden die Abgase nicht nach außen abgeführt, müssen unver­schließbare Lüftungs­öff­nungen zur Außenluft von mindestens 10 cm2 vorhanden sein. Kühlgeräte müssen DIN 3370 bzw. DIN EN 732 (zur Zeit Entwurf) entsprechen.

6.4 Leuchten

Für Leuchten müssen unver­schließbare Lüftungs­öff­nungen zur Außenluft von mindestens 10 cm2 je Leuchte vorhanden sein.

6.5 Raumheizer

Für die Beheizung der Fahrzeuge sind nur Heizöfen zu verwenden, bei denen Verbren­nungs­kammer, die Luftzu­führung und die Abgas­ab­führung gegen den Aufstel­lungsraum dicht sind. Sie müssen DIN 30694 Teil 1 bzw. DIN EN 624 (zur Zeit Entwurf) entsprechen. In Bauwagen o.ä. können auch Raumheizer nach DIN 3364 Teil 1 Bauart C, instal­liert werden.

6.6 Wasser­heizer

Die in Fahrzeugen verwen­deten Wasser­heizer müssen folgenden Anfor­de­rungen genügen:

  • Sie müssen einen gegenüber dem Fahrzeu­gin­nenraum geschlos­senen Verbren­nungs­kreislauf haben.
  • Wasser­heizer mit gegenüber dem Fahrzeu­gin­nenraum offenem Verbren­nungs­kreislauf müssen in Kästen instal­liert werden, die dicht gegen das Fahrzeu­ginnere sind und die Verbren­nungs­luft­zu­führung und Abgas­ab­führung von bzw. nach außen führen. Die Zugäng­lichkeit und Bedienung dürfen nur von außen erfolgen.

6.7 Abgas­ab­füh­rungen

Abgas­ab­füh­rungen müssen so angeordnet sein, dass die Abgase nicht in das Fahrzeu­ginnere gelangen können.

7. Prüfung von Flüssig­gas­an­lagen

7.1 Flüssig­gas­an­lagen, auch Anlagen­teile, sind vor der ersten Inbetrieb­nahme durch einen Sachkun­digen 4) auf Einhaltung dieser Techni­schen Regeln zu prüfen. Es ist eine Dicht­heits­prüfung nach der Druck­ab­fall­me­thode mit Luft durch­zu­führen. Die Leitungen von der Anschluss­stelle des Druck­re­gel­ge­rätes bis zu den geschlos­senen Einstell­gliedern der Geräte sind vor dem Einlassen von Gas mit einem Überdruck von 150 mbar zu prüfen. 5) Die Leitungen gelten als dicht, wenn nach einer Wartezeit von 5 min für den Tempe­ra­tur­aus­gleich der Prüfdruck während der anschlie­ßenden Prüfdauer von 5 min nicht fällt. Anschließend sind die Geräte einer Brenn­probe zu unter­ziehen. Über die Prüfung ist eine Beschei­nigung auszu­stellen.

7.2 Bei serien­mä­ßiger Herstellung kann durch einen sachkun­digen Beauf­tragten des DVFG eine Typen­prüfung der Flüssig­gas­anlage vorge­nommen werden. Typge­prüfte Fahrzeuge sind einer Dichtheits-​​, Funktions– und Brenn­prüfung nach Abschnitt 7.1 zu unter­ziehen.

7.3 Nach Ablauf von jeweils 2 Jahren und nach Durch­führung von Änderungen ist die Gesamt­anlage erneut zu prüfen. Der Zustand der Anlage ist einer Sicht­prüfung zu unter­ziehen, wobei auch Verbren­nungs­luft­zu­füh­rungen und Abgas­ab­füh­rungen auf ordnungs­ge­mäßen Zustand (z. B. freier Durchgang von Abgas­rohren, in allen Teilen steigend verlegt, dicht und mit Rohrschellen fest montiert) zu überprüfen sind. Dicht­heits­prüfung und Brenn­probe nach Ab schnitt 7.1 sind zu wieder­holen.

Anlagen­teile, die Verschleiß oder Alterung unter­liegen, wie z. B. Druck­re­gel­geräte, Schläuche, Absperrein­rich­tungen, u.a. sind auf ihre einwand­freie Funktion zu prüfen und ggf. auszu­wechseln. Verant­wortlich für die Veran­lassung der Überprüfung ist der Betreiber. Der Betreiber ist bei der Übergabe des Fahrzeuges auf die Prüfpflicht der Anlage schriftlich hinzu­weisen.

4) Sachkundige im Sinne dieser Techni­schen Regeln sind die durch den DVFG anerkannten Sachkun­digen, die aufgrund ihrer Ausbildung, ihrer Kennt­nisse und ihrer durch praktische Tätigkeit gewon­nenen Erfah­rungen die Gewähr dafür bieten, dass sie die Prüfung ordnungs­gemäß durch­führen. Das können auch Gas– und Wasser– Instal­la­teure sowie Instal­la­teure der Flüssig­gas­ver­sor­gungs­un­ter­nehmen sein.

5) Um die Armaturen nicht zu beschä­digen, darf dieser Druck nicht überschritten werden.

Hinweis


Wir bitten um Verständnis, dass wir für die Vollstän­digkeit und Richtigkeit keine Haftung übernehmen können. Die offizielle Version des Arbeits­blattes G 607 finden Sie auf der Webseite des DVGW.  Webseite des DVWG

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